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Die wichtigsten Ergebnisse der OECD-Bildungsstudie
<p>Bildung auf einen Blick ist die jährlich erscheinende Veröffentlichung der OECD mit international vergleichbaren Daten zum Bildungsbereich. Jetzt erschien die neue Ausgabe mit interessanten Ergebnissen für das Bildungswesen in Österreich. Wir fassen für Sie die Ergebnisse der Studie zusammen.
</p><h2>Ausgaben</h2><p>2009 betrugen die Ausgaben pro SchülerIn/StudentIn in Österreich von der Volksschule bis zur Hochschule kaufkraftbereinigt durchschnittlich 10.895 Dollar, im OECD-Schnitt 7.840 Dollar.</p><p>1995 wurden in Österreich noch 6,2 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) für Bildung ausgegeben (OECD: 5,4). 2006 waren es nur mehr 5,5 Prozent (OECD: 5,7). Der Anteil der Bildungsausgaben an den öffentlichen Gesamtausgaben ist in diesem Zeitraum in Österreich nur minimal angestiegen auf 11,0 Prozent (1995: 10,8), im OECD-Schnitt stieg er dagegen von 12,9 auf 13,3 Prozent. Von den gesamten Bildungsausgaben wurden 2006 in Österreich 89,2 Prozent von der öffentlichen Hand finanziert, die privaten Investitionen beliefen sich auf 10,8 Prozent.</p><h2>Schule</h2><p>Im Jahr 2007 lag die durchschnittliche Klassengröße in Österreich bei 19,9 Kindern (OECD: 21,4) und im Sekundarbereich I (Hauptschule, AHS-Unterstufe) bei 24,1 Kindern (OECD: 23,9). Im Gegensatz zu anderen Industriestaaten, haben sieben- bis achtjährige SchülerInnen in Österreich 2007 weniger Stunden Unterricht (735 Stunden pro Jahr gegenüber OECD-Schnitt 790), neun- bis elfjährige ebenfalls etwas weniger (Ö: 812 Stunden, OECD: 835) und zwölf- bis 14jährige etwas mehr (Ö: 958 Stunden, OECD: 926).</p><p>Auf ein/e VolksschullehrerIn kamen 2007 statistisch 13,6 SchülerInnen (OECD-Schnitt: 16,0), in der Sekundarstufe I+II 10,6 SchülerInnen (OECD: 13,0).</p><p>Am Anfang der Karriere liegt das Lehrergehalt eines/r LehrerIn in Österreich 2007 in der Volksschule mit jährlich 28.172 Dollar (kaufkraftbereinigt) im OECD-Schnitt (28.687 Dollar). Das Höchstgehalt ist jedoch mit 55.852 Dollar deutlich höher als in den Industriestaaten (47.747).</p><p>Im Sekundarbereich I sind die Anfangsgehälter mit 29.446 Dollar leicht unterdurchschnittlich (31.000), das Höchstgehalt mit 58.046 Dollar liegt dagegen deutlich über dem OECD-Schnitt von 51.470 Dollar. Auch im Sekundarbereich II zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort liegen die Anfangsgehälter in Österreich bei 29.863 Dollar pro Jahr (OECD: 32.183), am Ende der Karriere gibt es dafür maximal 61.170 Dollar (OECD: 54.440).</p><h2>Bildung</h2><p>21 Prozent der 15- bis 19-Jährigen ÖsterreicherInnen besuchen bereits keine Bildungseinrichtung mehr, damit liegt Österreich im hinteren Drittel der OECD-Länder. Die Bildungsbeteiligung der 15- bis 19-Jährigen stieg in den OECD-Ländern zwischen 1995 und 2007 im Schnitt von 74 auf 81 Prozent, in Österreich wuchs die Beteiligung dieser Altersgruppe in diesem Zeitraum von 75 auf 79 Prozent.</p><p>In Österreich liegt der Anteil der 25- bis 64-jährigen AkademikerInnen bei konstant 18 Prozent (2007). Das ist deutlich unter dem OECD-Schnitt von 27 Prozent.</p><p>In Österreich beginnen 2007 42 Prozent eines Jahrgangs ein Hochschulstudium (OECD: 56 Prozent). Seit 1995 ist dieser Anteil um 15 Prozentpunkte gestiegen (OECD: +19 Prozent). Österreich ist dabei mit einem Anteil von 16,7 Prozent an StudentInnen aus dem Ausland ein beliebter Studienstandort.</p><h2>Zu den OECD-Ländern gehören:</h2><p>Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kanada, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Spanien, Schweiz, Türkei, Vereinigte Staaten, Vereintes Königreich (Gründungsmitglieder 1961). Später beigetreten sind: Japan, Finnland, Australien, Neuseeland, Mexiko, Tschechien, Südkorea, Ungarn, Polen, Slowakei.</p>
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Die wichtigsten Ergebnisse der OECD-Bildungsstudie
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